Eine Motorradversicherung individuell auswählen
Mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühling füllen sich auch die Straßen mit Motorrädern. Dieses Hobby ist Spaß bringend als auch gefährlich und eine gute Versicherung daher unerlässlich.
In erster Linie ist nicht immer die teuerste Motorradversicherung die bessere Versicherung. Das Augenmerk sollte deshalb direkt auf die Versicherungsvariante, also Vollkasko, Teilkasko oder Haftpflicht gerichtet sein und welchen Versicherungsschutz die verschiedenen Versicherer anbieten. Die Beitragshöhe hängt generell vom Fahrzeugtyp und Alter des Fahrers ab.
Die Vollkasko-Versicherung liefert den umfassenderen Schutz. In einem Schadensfall wird die Reparatur vollständig erstattet. Dabei ist es unerheblich, ob der Motorradfahrer selbst für den Unfall verantwortlich ist oder nicht. Bei Fahrern im Alter von 18 bis 20 Jahren eignet sich diese Variante sehr gut, da noch zu wenig Fahrpraxis vorhanden ist und die Unfallquote deutlich höher liegt. Darüber hinaus sind die Beiträge hier noch relativ gering, da das Motorrad noch auf 34 PS gedrosselt wird. Motorräder, die eine höhere Leistung (z. B. 1.200 cm³) haben und offen gefahren werden, werden mit sehr hohen Beitragssätzen versichert. Für viele daher zu kostspielig. Ist also eine Teilkasko- oder Haftpflicht-Versicherung sinnvoller? In einem Schadensfall haftet die Versicherung für einen Teil der Reparatur, den anderen Teil übernimmt der Versicherte. Die Höhe der Eigenbeteiligung wird im Vorfeld festgelegt. Je geringer die Eigenbeteiligung ausfällt, desto höher belaufen sich die Beitragskosten. Wichtig zu wissen ist auch, in welchen Fällen die Versicherung für Schäden aufkommt.
Wann versagt der Versicherungsschutz? Der Versicherungsschutz greift nicht bei abgemeldeten Motorrädern. Viele Besitzer melden ihr Motorrad über den Winter ab. Wenn das Motorrad in dieser Zeit beschädigt oder sogar gestohlen wird, haftet der Besitzer in vollem Umfang. Handelt es sich um ein Motorrad mit Saison-Kennzeichen, kommt die Versicherung für den Schaden auch außerhalb der Saison auf. Im Zusammenhang mit der Versicherung spielt das Saison-Kennzeichen eine weitere Rolle. Ähnlich wie beim Auto müssen die gefahrenen Kilometer für das Jahr angegeben werden, insofern das Motorrad angemeldet bleibt. Mit einem Saison-Kennzeichen entfällt diese Angabe und man kann unbegrenzt viele Kilometer fahren.