Geschwollene Backe durch Karies: gezielte Vorbeugung
Eine "dicke Backe" ist häufig Folge einer akuten Karieserkrankung der Zähne. Hierdurch tritt eine Schwellung im Kieferbereich auf, der auch die Backe betrifft. Richtige Mundhygiene hilft vorzubeugen.
Karies trifft nicht nur Kinder, die zu viele Süßigkeiten essen und sich danach nicht die Zähne putzen. Auch immer mehr Erwachsene leiden unter der Zahnerkrankung, die sich auf das gesamte Gebiss des Betroffenen ausbreiten kann. Hierdurch kann es zu schwerwiegenden Infektionen des Mund- und Rachenraums sowie des Kiefers kommen. Die geschwollene Backe kommt durch Wassereinlagerungen im Bereich des entzündeten Gewebes zustande und wird als kollaterales Ödem bezeichnet. Es kann zu einer Eiteransammlung kommen. In den meisten Fällen befindet sich diese auf dem Knochen, auf dem sich der befallene Zahn befindet. Auch die Knochenhaut kann hierdurch betroffen sein. Diese Ansammlung von Eiter ist für den Menschen oft äußerst schmerzhaft, das Essen und Trinken fällt schwer. In einigen Fällen droht auch ein Durchbruch der Eiteransammlung durch die Haut. Dies verschafft dem Betroffenen oft kurzzeitige Linderung, es bedeutet allerdings auch, dass sich der Eiter ausbreitet. Wenn dieser bis ins Gewebe eindringt, kann es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen kommen. Man sollte sich in jedem Falle von einem Zahnarzt oder Kieferchirurgen eingehend untersuchen, um alle Risiken ausschließen zu können und eine schnelle Genesung zu bewirken.
Um das Abklingen der Schwellungen zu unterstützen, ist vor allem Ruhe nötig. Viel Bewegung und vor allem Sport sollten vermieden werden, da hierdurch das Blut im Kieferraum immer wieder in die Wunde gepumpt wird. Man sollte darauf achten, den betroffenen Bereich permanent zu kühlen. Durch die Kühlung verringern sich auch die Schmerzen, es wirkt wie eine leichte Betäubung der Stelle. Es muss nicht gleich mit Eis gekühlt werden, es reichen auch nasse Waschlappen, die etwa eine Stunde im Kühlschrank gelagert werden. Das unangenehme Gefühl, das durch die extreme Kälte von Eis hervorgerufen wird, kann damit vermieden werden. Damit man auch nachts kühlen kann, empfiehlt sich ein Strumpf, den man um den Kopf binden kann. Des Weiteren sollte man den Kopf immer hoch legen. Er kann den Abfluss des Blutes fördern, indem er stets oberhalb des Körpers positioniert wird.
Ein Besuch beim Zahnarzt ist in einigen Fällen unumgänglich. Sobald ein stärkerer Temperaturanstieg des Körpers verzeichnet werden kann (Fieber), Schluckbeschwerden auftreten oder sich die Schwellung gar in Richtung Auge ausbreitet, ist dringend ein Arztbesuch anzuraten. Eine schnelle Genesung ist dann oft nur durch eine zahnärztliche Behandlung möglich. Um einer Karieserkrankung und einer damit verbundenen Schwellung des Kiefers vorzubeugen, ist eine richtige Mundhygiene von immenser Bedeutung. Täglich dreimal Zähneputzen, mindestens 3 Minuten lang, wird schon Kindern geraten. Man sollte dazu regelmäßig Zahnseide benutzen und damit sorgfältig die Zahnzwischenräume behandeln.