Magenkrebs: Symptome einer heimtückischen Krankheit
Krebs ist in jeder Form eine tückische Krankheit, die, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird, tödlich enden kann. Wie andere Krebsarten auch, macht sich auch ein Magenkarzinom oft erst spät bemerkbar.
Krebs kann Menschen in jedem Alter und jeder körperlichen Verfassung betreffen. Häufig erst spät erkannt, breiten sich die gefährlichen Krebszellen zuerst im befallenen Organ und später im gesamten Körper aus. Zwar sind manche Krebsarten schwerer heilbar als andere, allgemein gilt jedoch immer: Je früher die Diagnose gestellt wird, umso höher sind die Chancen, die Krankheit mit einer Operation und/oder Chemotherapie in den Griff zu bekommen. Dies gilt auch für den Magenkrebs, der aber oft besonders im frühen Stadium ohne ärztliche Hilfe kaum als solcher erkennbar ist.
Magenkrebs gilt als eine der häufigsten Krebsarten, die sich dadurch auszeichnet, dass sie mit eher unspezifischen Symptomen daherkommt. Viele Patienten verspüren zunächst nicht mehr als ein Völlegefühl, Appetitlosigkeit und zeitweilige Übelkeit, die eventuell (je nach genauer Lage des Tumors) mit Erbrechen einhergeht. Da dies viele Ursachen haben kann, werden die Symptome oft nicht ernst genommen; manch einer glaubt schlicht und ergreifend, er habe sich den Magen verdorben. Plötzlich auftretende Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln wie Fleisch, Kaffee und alkoholischen Getränken wie Wein oder Sekt können auf eine Krebserkrankung hindeuten. Vergrößert sich der Tumor, kann es sein, dass er auf den Mageneingang drückt; der Patient hat dann Schluckbeschwerden und das Gefühl, dass ihm die Speisen "vor dem Magen stehen bleiben". Daraus resultieren Sodbrennen und nicht selten Erbrechen. Versperrt das Karzinom den Magenausgang, hat der Betroffene Probleme beim Stuhlgang und erbricht oft die unverdauten Speisen. Bei besonders schlanken Menschen kann der Tumor ab einer bestimmten Größe ertastet oder gar von außen sichtbar werden.
Ein weiteres Symptom einer Magenkrebserkrankung ist ein fortschreitender Gewichtsverlust, den sich viele Betroffene aber durch die allgemeine Appetitlosigkeit erklären. Die damit einhergehende Abgeschlagenheit und erhöhte Körpertemperatur werden nicht selten auf einen Virus zurückgeführt. Erst im späten Stadium der Krankheit verursacht der Magenkrebs Symptome, die auf eine ernsthafte Erkrankung hindeuten. Entstehen beispielsweise im Magen Blutungen, erbricht der Patient "schwarzes" Blut oder sondert so genannten Teerstuhl ab (in diesem Fall ist der Stuhl vom austretenden Blut schwarz gefärbt). Hat der Tumor bereits Metastasen entwickelt, ist es wahrscheinlich, dass diese in die nahe gelegene Leber übergehen und Druckschmerzen im Bauchraum verursachen. Damit es gar nicht erst soweit kommen kann, sollte man aufmerksam werden, wenn man über längeren Zeitraum unerklärbare Magenbeschwerden hat, auch wenn sich diese anfangs nur unbedeutend äußern. Als Faustregel gilt: Bleiben die Beschwerden länger als acht Wochen erhalten und bessern sich trotz angemessener medikamentöser Therapie nicht, sollte man einen Arzt aufsuchen, damit dieser mittels einer Magenspiegelung eine eventuelle Krebserkrankung ausschließen kann.