Wie und wo schließe ich eine Roller Versicherung ab?

Das Moped oder der Motorroller sind eine günstige Alternative zum eigenen Auto, vor allem im Stadtverkehr. Doch die Versicherungmodalitäten unterscheiden sich von denen für Autos und Motorräder.

Ein Motorroller oder Moped ist oftmals die sinnvolle Alternative zum Auto, vor allem in Ballungszentren. Genauso wie für Autos und Motorräder gilt für Roller, dass sie ohne gültige Haftpflichtversicherung nicht im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden dürfen. Verstöße werden auch hier mit Geldstrafen und Punkten in Verkehrszentralregister geahndet.

Als Moped oder Motoroller - amtlich Kleinkrafträder genannt - gelten alle einspurigen Fahrzeuge, die weniger als 50 cm³ Hubraum aufweisen und eine zugelassene Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h nicht überschreiten. Ausnahmen sind nur die in der ehemaligen DDR gebauten Kleinkrafträder, wenn sie vor 1992 in den Verkehr gekommen sind. Sie dürfen bis zu 60 km/h schnell sein und sind vor allem bei jungen Leuten daher bis heute beliebt.

Zwar gibt es für Roller keinen Überwachsungsverein, dennoch muss ein einmaliges Gutachten für eine so genannte Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) erbracht werden. Die meisten Versicherer lassen sich diese ABE vor Vertragsschluss vorlegen. Die Haftpflichtversicherung wird im Voraus bezahlt und durch ein Versicherungskennzeichen am Fahrzeug ausgewiesen. Diese Kennzeichen haben jedes Jahr eine neue Farbe, um es so der Polizei auf Anhieb erkennbar zu machen, wenn kein Versicherungsschutz besteht. Zwar gibt es zwischen den Versicherungen Abstufungen bzgl. des Alters und der Fahrerfahrung des Versicherungsnehmers; dennoch existiert kein Schadensfreiheitsrabattsystem, wie bei Autohaftpflichtversicherungen. Die üblichen Prämien für die Haftpflichtversicherung eines Kleinkraftrades liegen pro Jahr zwischen 50.- und 100.- Euro. Versicherungsstichtag ist jeweils der 01. März eines Jahres. Eine spätere Beschaffung führt zu einer anteilig ermäßigten Prämie.

Neben zahlreichen Autoversicherern bieten auch Sparkassen, Autowerkstätten und Fahrschulen die Versicherungskennzeichen an. Meist in Zusammenarbeit mit einer Partnergesellschaft. Einige Versicherer bieten auch Kasko- und Diebstahlversicherungen für Roller an. Ob diese sinnvoll sind, muss im Einzelfall entschieden werden. Neben dem deutlichen Anbringen des Kennzeichens muss auch die Versicherungsbestätigung stets mitgeführt werden.